Wie erkennt man einen falschen Tarotkartenleger?

Tarotkarten legen zu lassen, bedingt viel Vertrauen, denn schliesslich legt man die Zukunft sprichwörtlich in die Hände des Mediums. Woran erkennt man aber einen zuverlässigen Kartenleger und wie sieht man, ob jemand schlechte Intentionen hat?

Wenn der Kartenleger mehr Fragen stellt, als der Empfänger ist das ein Grund für Zweifel, denn eigentlich sollte es umgekehrt sein. Ebenfalls ist es seltsam, wenn der Kartenleser anruft, sagt, dass man sich unbedingt treffen müsste. Der Kartenleger sollte niemals anrufen und um einen Termin bitten. Auch das müsste umgekehrt sein.

Auch sollten die Alarmglocken läuten, wenn der Leger von einem Fluch spricht. Der wohl älteste Trick in der Welt der Scharlatane. Niemand hat die Kraft, jemanden zu verfluchen, nicht mal Voodoo-Puppen haben diese Möglichkeit. Sogenannte Flüche stammen einzig und allein von Entscheidungen, die man im Leben getroffen hat. Dies geht einher mit Kartenlegern, die eine grosse Summe benötigen, um einen Fluch zu entfernen, oder eine Krankheit zu heilen. Kein seriöser Kartenleger würde eine solche Therapie oder Kur vorschlagen, eher im Gegenteil: Wenn ein seriöser Anbieter feststellt, dass eine medizinische Ursache zugrunde liegt, würde eine Empfehlung ausgesprochen, an wen man sich stattdessen wenden soll.

Ebenfalls sollte man wachsam sein, wenn der Kartenleger davon spricht, dass man stillschweigen müsse, um das Resultat der Legung nicht zu gefährden. Auch hier gilt das Gegenteil: Man soll allen Leuten davon erzählen können, wenn man beschlossen hat, auf Tarot-Karten zu setzen.

Weniger dramatisch, aber trotzdem nicht gut: Wenn ein Kartenleger bereits zu Beginn alle Karten auslegt. Man könnte diese Art von Session als «Feel Good» bezeichnen, denn so werden Probleme einfach nicht erwähnt, man bekommt also gewissermassen ein geschöntes Resultat.

Ein weiteres Merkmal eines falschen oder mindestens zwielichtigen Kartenlesers ist Werbung: Ein richtiges Medium braucht keine Werbung, denn die Mund-zu-Mund Propaganda ist so stark, dass andere Aufmerksamkeit unnötig wird.

Aber ich möchte festhalten, dass dies die Minderheit der Leger betrifft und man nicht generell von seltsamen Geschäftsgebärden ausgehen sollte.

Sehr wichtig ist es, zu verstehen, ob der Kartenleger tatsächlich nur liest, was der Kunde hören möchte, oder ob es sich um Informationen handelt, die er durch das Legen und Lesen der Karten bekommen hat.

Gut ist es, lokale Netzwerke ausfindig zu machen, sich in Kaffees oder entsprechenden Geschäften umzuhören, ebenfalls kann es hilfreich sein, Freunde, Verwandte und Bekannte zu Rate zu ziehen. Schlussendlich muss jeder Interessierte selber wissen, ob er dieses Geld investieren möchte oder nicht, denn wissenschaftlich überprüfbar ist die «Leseleistung» nicht. Greift der Leser stark in das Leben ein und möchte aktiv Veränderungen erreichen, womöglich gegen Bezahlung grösserer Beträge, gilt es, sich davon zu distanzieren, denn kein seriöser Kartenleger würde dies tun.