Kann man lernen, Tarotkarten zu legen?

Mystisch sind sie, die Tarotkarten. Alt auch, bereits viele Jahrhunderte alt sind die Karten und seit dem 18. Jahrhundert werden die Decks zur Wahrsagung benutzt. Zuerst als Spielkarten benutzt, hat man ihre wahrsagerischen Kräfte entdeckt. Doch, um die magischen Kräfte zu erkennen und sie auszuschöpfen, bedarf es einigen Könnens.

Es gibt verschiedene Decks Tarotkarten, alle mit unterschiedlichen Bedeutungen. Diese Unterschiede sind teils sehr klein, aber teils auch massiv. Gerade «neuere» Kartendecks werden oft mit einem Buch zusammen verkauft, hier sollte man sich also genügend Zeit lassen, die passenden Karten auszuwählen.

Am Bekanntesten sind weithin die «Marseille» Tarotkarten, das «Waite» Tarot und das «Crowley» Tarot. Hat man sich einmal ein passendes Deck ausgewählt, sollte man sich daran machen, die Karten und ihre Bedeutungen zu studieren. Hierbei helfen Bücher, Online Videos oder Webseiten, es gibt aber natürlich auch Kurse, die sich mit den Bedeutungen der verschiedenen Karten beschäftigen.

Tarotkarten sind sehr zahlreich, ein pures Auswendiglernen ist also sicherlich schwierig. Einfacher wird’s, wenn man eine persönliche Beziehung aufbaut. Welche Karte beschreibt meinen Tag? Welche Karte charakterisiert meinen besten Freund?

Auch sollte man sich darüber im Klaren sein, was man mit dem neuen Wissen erreichen möchte: Wenn man ein Ziel vor Augen hat, lässt es sich leichter darauf hin arbeiten.

Anfänger sollten sich jeden Tag eine Karte ziehen, welche sie dann deuten: Dies kann man entweder tun, um mehr Übung zu erhalten, oder um einen ersten Einblick in den bevorstehenden Tag zu haben.

Eine gute Idee ist beispielsweise, eine Karte zu ziehen, diese zu betrachten, die Deutung, welche man auswendig weiss, aufzuschreiben und dann die Information zu ergänzen mit Wissen aus anderen Quellen.

Tarotkarten arbeiten mit Bildern. Der Schlüssel zum Verständnis liegt also in der Bedeutung der Bilder. Man soll sich Zeit nehmen, diese eingehend zu betrachten. Was sieht man? Wen sieht man? Was passiert? Was ist die Moral der Geschichte? Was hat diese Geschichte mit mir zu tun? Welche Lektionen kann man aus der Karte ziehen?

Man ist sein bester Kunde! Entgegen den Mythen kann man durchaus Tarotkarten für sich selbst legen und nichts Negatives geschieht. Im Gegenteil, dies führt dazu, dass man mit den Karten vertrauter wird und sich auch selbst besser kennenlernt. Denn Tarot ist vor allem eines: Ein (Selbst-) Entwicklungswerkzeug.

Nicht überfordern! Wenn man sich an Aufstellungen wagt, kann man gut mit kleineren, Drei-Karten-Aufstellungen arbeiten. Diese Aufstellungen sind einfach für Anfänger, aber auch Fortgeschrittene verwenden sie, um die Einfachheit zurück in komplizierte Fragen zu bekommen. Dieser kleine Spread ist gut geeignet, sich eine Geschichte rund um die Karten zu überlegen und eine erste, kleine Lesung zu machen.

Man kann also sagen, dass Tarotkarten zu legen eine erlernbare Sache ist. Steht man den Karten offen gegenüber, ist interessiert an einem solchen Erlebnis und bereit, einige Stunden zu investieren und sauber zu lernen, kann man diese Art der Wahrsagerei sehr gut erlernen.